Lüneburger Heide
Von Sonntag bis Mittwoch waren wir in der Lüneburger Heide – Nähe Schneverdingen und dort bin ich auch endlich wieder mit dem Laufen angefangen. Wenn auch mit Hindernissen. Wir hatten uns an der Hotelrezeption eine kurze 3- bis 4-km-Route erklären lassen und wollten die, sozusagen als Wiedereinstieg, abends vorm Essen, kurz laufen. Geworden sind es dann 9.7 km. Und das einfach deshalb, weil wir uns restlos verlaufen haben. Wir sollten uns an großen Findlingen orientieren und uns immer rechts halten, haben aber wohl irgendwo einen Findling übersehen, sind quer durch eine mondlandschaftsähnliche Gegend gelaufen und haben irgendwann die Orientierung komplett verloren.
Ziemlich groggi, weil es sehr warm und Schatten nirgends in Sicht war, haben wir es gerade noch geschafft pünktlich zum Abendessen zurück zu sein. Das hätte uns gerade noch gefehlt – ohne Essen ins Bett. Unvorstellbar. Die ganze Strecke konnte ich nicht laufen, die eine oder andere Gehpause war schon dabei, die Puste hat einfach nach knapp 4 Wochen Bronchitis-Pause noch nicht wieder gereicht. Am Liebsten hätte ich telefoniert, dass uns einer abholt, aber was hätte es genutzt? Wir hätten ja noch nicht mal erklären können, wo wie überhaupt sind.
Der Montag fing mit einem leckeren Frühstück an und dabei haben wir dann den weiteren Tagesverlauf geplant. Mein Schwager Frank und meine Schwägerin Michaela wollten erst ihre Pferde etwas bewegen und anschließend sind wir in ein Reitsportgeschäft nach Luhmühlen gefahren. Dort waren wir gänzlich erschlagen von der riesigen Auswahl. Was dort in nur einer Regalreihe angeboten wird, gibt es bei uns teilweise nicht in einem ganzen Geschäft. Nachdem wir dort mit shoppen und gucken durch waren, ging's zurück nach Bispingen und zunächst ins SnowDome. Echt Klasse.
Wenn auch nicht viel Betrieb war und wir für -6° nicht ausgestattet waren, so hat es uns dort sehr gut gefallen. Direkt nebenan war die Ralf-Schumacher Kart- und Bowling-Bahn und Klaus und Frank sind ein paar Runden gefahren. Da Michaela schwanger ist, haben wir beide es uns im Café gemütlich gemacht und zugeguckt. So haben wir auch diesen sehr regnerischen und kühlen Tag einigermaßen gut rum gekriegt und freuen uns jetzt auf unser Abendbrot.
Am Dienstag sind Klaus und ich nach einem ausgiebigen Frühstück zum Golfplatz „Gut Loh“ in Soltau gefahren.
Das Wetter sah nicht sehr vielversprechend aus und so haben wir uns für ein Golfcart entschieden, damit wir im Falle eines Gewitters schnell ins Trockene kommen. Glücklicherweise ist es aber trocken geblieben und auch vom Gewitter blieben wir verschont. Unser Spiel lief überraschenderweise gut und das, obwohl wir erst das 2. Mal in diesem Jahr unterwegs waren. Ich habe jedenfalls 35 Netto gespielt, Klaus 33. Zurück auf dem Tütsberghof haben wir die Laufsachen angezogen und einen zweiten Versuch unternommen, die 3-km-Strecke zu finden. Klaus ist zwar heute Morgen schon knapp 9 km gelaufen, aber er wollte trotzdem noch mal mit. Die Strecke haben wir jedenfalls gefunden, nur war die nicht 3 km lang sondern 4.8 . Aber egal, wir haben die Tour gleichzeitig für ein paar Heidefotos genutzt und anschießend war mit Bewegung jeglicher Art für erst einmal Schluss.
Morgen heißt es schon wieder Abschied nehmen, dann geht’s zurück nach Hause. Jan wird sich – trotz seiner 17 Jahre - freuen, dass er sich morgens wieder an einen gedeckten Frühstückstisch setzen kann und sich nicht vor der Schule noch selbst verpflegen muss.

























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